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Die Quellen von Taize ( auszugsweise )

Dieser Eintrag stammt von admin Am 5.5.2009 @ 14:11 In Wahrheiten, Allgemein | Keine Kommentare

“Die Quellen von Taizé” von Frère RogerEines fasziniert an Gott: die Demut seiner Gegenwart. Niemals bestraft er, nie verletzt er die Menschenwürde. Er zieht nicht am Strick, um sich Gehorsam zu verschaffen. Jede herrschsüchtige Geste würde sein Antlitz entstellen. Die Vorstellung, dass Gott kommt und bestraft, ist eines der größten Glaubenshindernisse. Im Laufe der Zeit ahnst du die Tiefe, die Weite einer Liebe, die alles Erkennen übersteigt. Bis ans Ende deines Lebens schöpfst du daraus bewundernswertes Staunen und auch die Kühnheit, neu anzufangen. In jedem Menschen findet sich ein Stück Einsamkeit, das keine menschliche Nähe auszufüllen vermag. Und dennoch bist du nie allein. Oft vernimmt der Mensch die Stimme Gottes in einem Stillehauch. Was nützt es, bei jedem Missverständnis herauszufinden, wer Recht und wer Unrecht gehabt hat? Verzeihen, immer wieder verzeihen, darin liegt die äußerste Form der Liebe. Die Versöhnung ist ein Frühling des Herzens. Der Frieden in deinem Herzen macht den Menschen, die dir nahe sind, das Leben schön. Sich in quälender Sorge aufzureiben, war nie ein Weg des Evangeliums. Staunen kommt auf, ein Hauch von Poesie, Lebenseinfachheit und - für den, der es fassen kann - eine mystische Sicht des Menschen. Wer selbstvergessen liebt, findet sein Leben von unbeschwerter Schönheit erfüllt. Lässt du dich von wohlwollender Güte überwältigen, statt in Ironie abzugleiten oder dich durchsetzen zu wollen, indem du anderen um dich herum ein schlechtes Gewissen machst 


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